Die Cevennes, auch Seidenberge genannt

 

 

 

Die Cevennen wurden zum Schauplatz des Krieges der Camisards

Die Cevennen wurden zum Schauplatz des Krieges der CamisardsVon 1702 bis 1704 standen der Revolutionsarmee von 2500 Protestanten, die versuchten, ihre Religionfreiheit zu erkämpfen, rund 30000 Soldaten gegenüber, doch die Protestanten waren machtlos gegen die Intoleranz und die Unterdrückung. Erst mit der französischen Revolution wurden Gewissens- und Religionsfreiheit verkündet.

Die Reformation begann Anfang des 16. Jh. in Languedoc und breitete sich vor allem in den Cevennen aus. Nach den Religionskriegen hatte Henri IV mit dem Edikt von Nantes die Religionsfreiheit in Frankreich eingeführt.

Die Cevennen wurden zum Schauplatz des Krieges der CamisardsLouis XIV (der Sonnenköning), durchdrungen vom königlchen Absolutismus und gewillt, eine politische und religiöse Einheit durchzusetzen, hat 1685 mit dem Widerruf des Edikts von Nantes die Religionsfreiheit aufgehoben. Tief verwurzelt in ihrem Glauben, haben sich viele Protestanten in die sogenannte "Désert" (Wüste) zurückgezogen und sich an abgelegenen Orten, weitab von Spitzeln, versammelt, um ihre verbotenen Gottesdienste abzuhalten, beinahe ein ganzes Jahrundert von Tod, Galeere oder lebenslangem Kerker bedroht.

Die Cevennen, das Land der Camisards
Die Cevennen, auch Seidenberge genannt In den Cevennen findet man um Anduze herum erste Spuren der französischen Seidenraupenzucht im 13. Jhr.. Sie verdankt ihre Entwicklung im 16. Jhr. dem Agronomen Olivier de Serre aus dem Vivarais und einem Gärtner namens Traucat aus Nimes... Ihre Anfänge waren eher bescheiden, da die Cevenolen ihren Esskastanien treublieben. Der schnellwachsende Maulbeerbaum konnte sich erst nach einem aussergewöhnlichen .

Frost, der im Jahre 1709 alle Maronenhaine vernichtete, gegen den Brotbaum, die Wiesen und die kultivierten Anbauflächen behaupten. Von der Revolution bis heute Nach einer Krise, bedingt durch die französische Revolution, erlebte die Seidenraupenrucht einen ungewöhnlichen Aufschwung, bis sie 1855 durch eine grosse Epidemie fast völlig vemichtet wurde. Sogar Pasteur eilte in die Cevennen, um diese Krankheit zu bekämpfen. Obwohl gesunde Eier nach einer neuen Methode ausgewählt wurden, erreichte die Seidenraupenzucht nie wieder ihre ehemalige Bedeutung.

Die Cevennen wurden zum Schauplatz des Krieges der CamisardsAusländische Seide, Kunstseide und Kunstfasern stellten eine zu grosse Konkurrenz da und ruinierten diesen Wirtschaftszweig. 1965 schloss die letzte französiche Spinnerei in St Jean du Gard ihre Tore. Seit einigen Jahren versucht man, die Seidenraupenzucht wieder einzuführen. Nach dem Prinzip "Vom Boden zum Stoff" soll die Seidenproduktion in den Cevennen wieder angekurbelt werden.

Der Maulbeerbaumein Wirtschaftsunternehmen. Die Esskastanie sicherte den Lebensunterhalt, doch mit dem Maulbeerbaum entstand eine Marktwirtschaft: der Verkauf von Blättern, Kokons und Seide wurde mit Bargeld bezahlt, das für den Haushalt und zum Begleichen von Schulden da war. Es bleibt eine gemeinsame Erinnerung an eine goldenes Zeitalter der Seidenraupenzucht, der Spinnereien und der Wirkwaren.

Die Aufzueht Begann Ende April und dauerte den ganzen Monat Mai in eigens für diesen Zweck errichteten Steinhäusern oder "Magnagneries", auf mehreren Etagentypische Architektur der Cevennes.

Die cevenolische Frau leitete diese Arbeit vom Ausbrüten (sie trug die "Eier an ihrem Körper) und Ausschlüpfen bis zur letztm die darin bestand, mit Hilfe von Familie, Etem und Freunden die Kokons von den Heidekmutzweigen zu entfemen, auf denen sich die Larven vepuppt hatten.

Die Cevennen wurden zum Schauplatz des Krieges der CamisardsSie wurden daraufhin zur Spinnerei gebracht, riesige Gebäude mit hellen Fenstem, in denen die Spinnerinnen den Kokon abwickelten und so den Seidenfaden herstellten, den die Weberei an Ort und Stelle weiterverabeitete oder an die Seidenindustrie in Lyon weiterverkaufte.

Ein Anführer der Kamisarden. Mit der Ermordung des Pfarrers du Chaila in Pont-de-Montvert beginnt im Juli 1702 der Kamisardenkrieg. Von 1702 bis 1704 kämpfen Julien l'Apostat (Julien der Abtrünnige), der für das Niederbrennen der Cevennen verantwortlich ist, die Kompanien von Miquelets, die Dragoner von Villars. Trozt des Verbots verlässt zahlreicher Emigrantenfamilien suchen heute seine Nachkommen nach ihren Wurzeln in den Cevennen.

Die Cevennen wurden zum Schauplatz des Krieges der CamisardsGeschichte einer Identät
Schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts lösen im Rhône-Cevennen-Mittelmeer-Dreieck zwei kulturelle Strömungen einander ab: die Verbreitung der französischen Sprache und die Reformation.

In den Cevennen schliesst sich fast das ganze einfache Volk dem calvinismus an. Ab 1661 werden die Hugenotten mit einem Prozess der totalen Unterdrückung konfrontiert, den die Zentralmacht, der Klerus, Intendant und die Feudalherren angefacht haben und welcher zur Aufhebung des Edikts von Nantes führt (1685). Von da an werden die Protestanden aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen.
Seiner Pastoren, Psalmen und Bibeln beraubt, hört dieses Volk die Predigten von Huc und Cortez bei den "Versammlungen in der Wüste".

Jurieu, Pastor in Le Refuge, propagiert das Recht der Völker über die Könige und den Aufstand als gerechtfertigten Ausweg...

Die Wüste
Als "Wüste" ("Désert") wurden jene versteckten Orte bezeichnet, an denen mehr als ein Jahrhundert lang die Protestanten heimlich ihre Gottesdienste abhielten.

Das "Musée du Désert" liegt in einem Weiler der Gemeinde Mialet und ist im Mas Soubeyran untergebracht, dem Geburtshaus des Kamisardenführers Pierre Laporte, genannt Roland. Das Museum zeichnet eine umfangreiche Seite dieser Geschichte nach. Willkommen in den Cevennes, Ein Paradies für Naturliebhaber, Edition Terroir, BP20, 07140 Les Vans.

 

 

Gasthof L'Etoile (Gasthof zum Stern) zwischen Lozere, Ardeche und den Cevennen im Südfrankreich

Das ehemalige Sommerferienhotel der Zwanziger Jahre mit am Fluss Allier gelegenen Park trägt den hübschen Namen Gasthof L'Etoile und dient heute als gemütliche Herberge. Es befindet sich in La Bastide-Puylaurent inmitten der für Südfrankreich typischen Berge; zwischen der Regionen Lozere, Ardeche und den Cevennen. Auch die Fernwanderwege GR7, GR70 Stevensonweg, GR72, GR700 Regordaneweg (St Gilles), Cevenol, Montagne Ardechoise, Margeride, Gevaudan und der GR470 Schluchtenweg entlang dem Fluss Allier. Ideal für einen entspannten Urlaub.

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